In den Ferienzeiten stehen auch einmal andere Zeitfenster für die Klient:innen zur Verfügung und der Erregungslevel ist in dieser Zeit häufig niedriger, so dass auch einmal andere Aktionen geplant werden dürfen. Dabei wird ein Augenmerk auf ein Gleichgewicht zwischen geplanten und spontanen Aktionen gerichtet, um die Flexibilität unserer Menschen mit Autismus einerseits zu erhöhen und dabei gleichzeitig ein Maß an Stabilität und Sicherheit beizubehalten.
Dieses Mal entschied sich unser Klient für eine Grundreinigung des Fahrzeuges, wobei er die genaue Kosten-Nutzenaufstellung einkalkulierte und der Fachkraft eröffnete. Im zarten Alter von 10 Jahren hatte er die Möglichkeit alles rund um das Auto zu waschen. Dabei erlebte er sich selbstwirksam, war sehr gründlich und im Anschluss sehr stolz auf sein Ergebnis, denn das Auto war blitzblank. Das wurde natürlich mit einem Eis gefeiert!
Und natürlich sind Sonderaktionen etwas ganz Besonderes, wie z.B. das Minigolf spielen. Hier dürfen das Wahrnehmungserfahren im Wald, die Unterstützung des Körperbewusstseins und die Konzentrationsfähigkeit ausgebaut werden. Und an alle Lehrkräfte, hier wurden in den Ferien intrinsisch motiviert die Zahlen zusammengerechnet. Was Ferienlaune und frische Luft doch alles bewirken können…
Alltagspraktische Aktivitäten und Verselbständigung in der Interaktion mit Gleichaltrigen sind und bleiben wichtig und attraktiv…denn neben dem kulinarischen Genuss gehört auch die Vorbereitung mit Einkauf und die Nachbereitung mit Aufräumen dazu. Denn eine genaue Preiskalkulation, ein Bewusstsein für gesunde Ernährung und sich auch in diesem Prozess selbstwirksam zu erleben und partizipieren zu können – werden im Alltag in der ATISTA immer und immer wieder neu gelebt.
Wie toll, dass ihr immer so vielfältige Dinge unternehmt!
Danke für diese Rückmeldung!
Es ist für uns in der ATISTA sehr bereichernd, die Initiativen unserer Klient:innen aufzugreifen und miterleben zu dürfen, wie sie sich weiterentwickeln.